Paris, ville de l’amour? Non, non et non!
Ein Erfolg! Wir haben tatsächlich einen Teil des Simulacrums gefunden, doch eins nach dem anderen. Die Reise nach Paris gestaltete sich unproblematisch und ich muss sagen, der Orient-Express hält all den Legenden, die sich um ihn ranken in der Tat stand. (weiterlesen…)
Überlebt
Der Blick aus meinem Krankenquartier zeigt mir eine winterliche Landschaft, die friedlich darniederliegt. Wie täuschend, wie hinterhältig diese Friedlichkeit doch ist. Mir war es zu meinem Fluch vergönnt den Blick auf etwas zu werfen, dass jenseits des Verstehens liegt. (weiterlesen…)
Eine seltsame Einladung
Das ist auf die Rückseite einer Visitenkarte von Prof. Smith gekritzelt; auf der Vorderseite findet sich die Adresse des Hauses in Cheapside, in dem er sich versteckt.
Aus der Times vom 25.11.1921
Der obige Artikel findet sich auf der Titelseite; die Meldung über den Brand ist dagegen weiter hinten versteckt.
Der Einstein-Film

Der Einstein-Film
Kaum jemals hat eine Hypothese aus einer abstrakten Wissenschaft die Gemüter der Zeitgenossen so erregt, wie die Einsteinsche Relativitäts-Theorie. Wir sind an Kämpfe für und wider in Dingen des alltäglichen Lebens zwar gewöhnt, vielleicht auch in Dingen der Wissenschaft, die das alltägliche Leben mehr oder minder berühren. Die Einsteinsche Relativitäts-Theorie dagegen hat keinen Einfluss auf die Erscheinungen unserer unmittelbaren Umwelt, und doch gibt es kaum jemanden unter uns, der sich mit dem Problem nicht beschäftigt hat, oder doch wenigstens beschäftigen mochte.
Dieses Allgemeininteresse liess es Hans Walter Kornblum in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Otto Fanta, sowie den Autoren Nicolai, Bück und Lämmel verlockend erscheinen, dem Wissensdrang weiter Kreise entgegenzukommen und zu versuchen, die Theorie Einsteins, die selbst durch die besten populären Broschüren dem allgemeinen Verständnis nicht wesentlich nähergebracht werden kann, durch ein geeignetes und der Neuzeit entsprechendes Hilfsmittel in ihrem Hauptsächlichsten Inhalt zum Allgemeingut der strebenden Menschheit zu machen, der Kinematographie. Zwar waren sie sich der ungeheuren Schwierigkeiten ihrer Aufgabe bewusst, die in der Hauptsache darin bestanden, eine abstrakte Gedankenreihe in greifbare Vorstellungsbilder umzusetzen. Dabei musste natürlich mancherlei vergröbert werden, um es überhaupt bildlich erfassbar zu machen, aber hier kam als Zauberer der Film mit seinen fast unbeschränkten Möglichkeiten zu Hilfe, so dass alle zur lückenlosen Darstellung nötigen Gedankenexperimente sinnfällig wiedergegeben werden konnten. Ja, es wurde sogar erreicht, über das Gerüst einer schematischen Versinnbildlichung hinauszukommen, und die Gedankenreihen in die bildhafte Form von Naturvorgängen zu kleiden, wodurch dem ästhetischen Bedürfnis des Zuschauers entgegengekommen wurde und an Stelle einer schulmässig trockenen Belehrung eine anregende Unterhaltung gegeben werden konnte.
Der Film „Die Grundlagen der Einsteinschen Relativitätstheorie“ wird in Kürze in den großen Lichtspielhäusern aufgeführt werden und die Zuschauer mit seinen grandiosen Neuerungen diese so komplexe Theorie erfahren lassen und mit seinen revolutionären neuen Methoden der Filmdarstellung begeistern.
Deutschlands blutende Grenze
Wer erinnert sich nicht noch an das Versailler Diktat anno 1919, als der französische Ministerpräsident Clémencau der deutschen Delegation die Friedensbedingungen folgende Friedensbedingungen übergab:
„Polen erhält ganz Oberschlesien mit einigen Gebieten Mittelschlesiens, die Provinz Posen und Teile von Westpreußen mit Danzig sowie von der Provinz Ostpreußen den Kreis Soldau“
Mutig schloss sich die deutsche Bevölkerung in Oberschlesien zur „Freien Vereinigung zum Schutze Oberschlesiens“ und später im „Verband heimattreuer Oberschlesier“ zusammen und kämpften mit Arbeitsniederlegungen und Demonstrationen gegen diese beabsichtigte Verletzung des Selbastbestimmungsrechtes der Völker. Die unerwartete starke Abwehr der alteingesessenen deutschen Bevölkerung gegen die beabsichtigte Verletzung des Selbstbestimmungsrechtes der Völker veranlasste die Siegermächte zur Durchführung einer Volksabstimmung in Oberschlesien.
In Folge dieser scharfen Reaktion kam es in den letzten beiden Jahren immer wieder zu Übergriffen und versuchten „Revolutionen“, um Oberschlesien an Polen anzugliedern, die zuerst von der deutschen Reichswehr und dem Grenzschutz und im letzten Jahr vom oberschlesischen Selbstschutz unter den Augen der Besatzungsmächte verhindert wurden.
Wie schon berichtet fand im März dieses Jahres die Volksabstimmung in Oberschlesien statt, bei der sich 60 Prozent der Bevölkerung für die deutsche Staatsbürgerschaft aussprachen. Oberschlesien hatte entschieden deutsch zu bleiben. Doch die Guppierungen, die sich für eine polnische Angliederung aussprachen, akzeptierten dieses Ergebnis nicht, so dass es in der Folge zu schweren bürgerkriegsähnlichen Zuständen kam, die erst durch den Eingriff der britischen Armee Ende Mai durch die Erzwingung eines Waffenstillstands beendet werden konnten.
Seitdem warteten die Schlesier und auch wir auf eine Lösung dieses Konfliktes, der durch Botschafter und ein internationales Schiedsgericht in Genf herbeigeführt werden sollte. Doch wie groß war der Schock, als nun das Ergebnis der Botschafterkonferenz in Paris und des Genfer Schiedsspruches bekannt wurde.
Oberschlesien soll geteilt werden, ungeachtet des Willens des oberschlesischen Volkes.
Hier wird eine blutende Grenze im deutschen Osten geschaffen und wer mag wissen, was dies für schreckliche Folgen haben mag.






